
Die Frage, ob Edelmetalle eine lohnende Geldanlage darstellen, ist gar nicht so einfach zu beantworten. Einerseits gibt es eindeutige Markttrends und Umsatzzahlen, die eine regelrechte Hausse bei den Edelmetallen nahelegen. Andererseits gibt es bei Edelmetallen keine direkten, jährlichen Auszahlungen in Form von Zinsen, sondern lediglich eine rechnerische Steigerung in Form von steigenden Edelmetall-Notierungen.
Der deutsche Anteil von 211 Milliarden Euro am Rettungspaket
Die Sinnhaftigkeit einer Investition in Edelmetall wird erst dann vollkommen deutlich, wenn man das wirtschaftliche Umfeld betrachtet. Und dieses sieht gerade in der ersten September Woche 2011 nicht gut aus. Es werden immer neue Forderungen nach der Aufgabe der staatlichen Souveränität Deutschlands laut – ausgerechnet von einem Finanzminister, der theoretisch der deutschen Verfassung verpflichtet wäre. Die deutschen Garantien summieren sich alleine beim aktuellen Paket und der demnächst folgenden Tätigkeit eines sogenannten Stabilisierungsfonds auf 211 Milliarden Euro. In diesem Umfeld ist es nur eine Frage der Zeit, bis die Geldentwertung voranschreitet und die Notenpresse angeworfen wird. Gute Nachrichten für Edelmetall als sicheren Hafen, denn die schleichende Geldentwertung wird den Trend zu Edelmetallen beschleunigen. Zudem hat Edelmetall bisher jeden Währungsumtausch unbeschadet überstanden.
Gold und Silber mit langfristiger Wertsteigerung
Wer sich die Notierungen von Gold und Silber in den letzten Jahren anschaut, der sieht einen enormen Wertzuwachs. Die Feinunze Gold erreicht immer neue Höhen und ist (in US $) notiert binnen drei Jahren um über 120 % gestiegen. Silber konnte in drei Jahren sogar einen Zuwachs von über 200 % verzeichnen. In beiden Fällen handelt es sich um Edelmetalle, die erst durch einen aufwändigen, bergmännischen Prozess und an die Oberfläche gebracht werden müssen. Deshalb wird es – ganz unabhängig von der jeweiligen Währung – einen gewissen Mindest- oder Selbstkostenpreis für Gold und Silber geben. Dieser wird durch den notwendigen Arbeitseinsatz, die Schürfrechte und die aufwändige Bearbeitung nach unten begrenzt. Deshalb wird es einen Mindestpreis für Gold und Silber geben -ganz unabhängig von der jeweiligen genutzten Währung.
Das Gold der Skythen und der Pharaonen
Erinnern Sie sich an die großen Kunstausstellungen der letzten Zeit ? Da gibt es einerseits die millionenschweren Einzelstücke bekannter Maler wie van Gogh oder Picasso mit einem Einzelpreis von 106 Millionen Dollar. Oder aber viele unbekannte Maler, deren Wertigkeit im Laufe der Zeit eher sinkt denn steigt. Gold und auch Silber sind hier einzigartig. Seit Jahrhunderten wird Gold auch für Schmuck verwendet und fasziniert die Menschen. Das Gold der Skythen oder auch die Pharaonen-Ausstellung: Keine dieser kulturgeschichtlich interessanten und gleichzeitig doch glänzenden Highlights wäre ohne Goldschmuck denkbar. Diese Faszination nicht nur seit wenigen Generationen, sondern seit Menschengedenken ist ein zusätzlicher Garant für die Wertigkeit von Gold.
Gold ist teilweise schon ausverkauft
Wer die Tagespresse liest, der findet immer mal wieder unterschiedliche Ansätze und Wertansagen für die Goldpreisentwicklung der Zukunft. Dabei sind die Zahlen und Prognosen je nach Experte und auch persönlicher Einschätzung unterschiedlich. Praktisch alle sind sich aber darüber einig, dass die Goldpreise steigen. Die einzige Ausnahme hier bilden Berufspolitiker, die einen Sturm auf die Banken verhindern wollen und deshalb immer noch von einem stabilen EURO sprechen. Was diese Aussage wert ist, haben wir bereits im ersten Absatz gesehen. Das Ausmaß dieser Gold-Hausse zeigt sich auch bei den großen Edelmetall-Händlern in Deutschland: Einige Münzen und kleine Goldbarren-Stückelungen sind im Moment nicht erhältlich oder haben Lieferzeiten. Ein zu geringes Goldangebot trifft also auf eine immer größer werdende Nachfrage – klassisches marktwirtschaftliches Indiz für steigende Preise.
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